SHL Test üben: kostenloser Probetest mit Lösungen und alles zum Verify G+
Das SHL Assessment, meist der Verify G+, ist ein Online-Test für allgemeine kognitive Fähigkeiten. In der Multiple-Choice-Fassung beantwortest du bis zu 30 Fragen in 36 Minuten: Zahlen in Tabellen und Grafiken, Logikaufgaben und Figurenreihen, gemischt und adaptiv. Ausgewertet wird als Prozentrang im Vergleich zu einer Gruppe, die der Arbeitgeber auswählt. Hier erfährst du, wie die Fassungen sich unterscheiden, was in jedem Bereich drankommt und wie du dich vorbereitest.
Von der PrepClubs-Redaktion, aktualisiert am 23. Oktober 2026
SHL Verify G+: adaptiver Online-Test für allgemeine kognitive Fähigkeiten, der numerisches, deduktives und induktives Denken in einem gemeinsamen Zeitlimit prüft. Es gibt eine Multiple-Choice-Fassung und die für Smartphones gebaute Interactive G+.
Quellen: SHL, Produktinformationen zu Verify G+; SHL Direct Deutschland, Übungstests und Beispielfragen.
Was ist ein SHL Assessment?
SHL ist einer der großen Anbieter von Eignungstests für die Personalauswahl. Ein Unternehmen schickt dir per E-Mail einen Link, du machst den Test zu Hause am Rechner oder Smartphone, und das Unternehmen bekommt einen Bericht. Mit „SHL-Test“ ist meist der Fähigkeitstest Verify G+ gemeint. Dazu kommen je nach Stelle Persönlichkeitsfragebögen wie der OPQ32 oder Situational Judgement Tests.
Der Verify G+ prüft drei Fähigkeiten in einem Durchgang: numerisches Denken mit Tabellen und Diagrammen, deduktives Denken mit Regeln und Aussagen, aus denen du die einzig sichere Folgerung ziehst, und induktives Denken mit Figurenreihen. Fachwissen brauchst du nicht.
Der Test ist adaptiv: Antwortest du richtig, werden die nächsten Fragen schwerer. Du kannst nicht zurückspringen. Die Sprache legt der Arbeitgeber fest. Auf der deutschen Übungsseite SHL Direct sind nicht alle Übungstests auf Deutsch verfügbar, beim induktiven Test steht dort ausdrücklich, er sei derzeit nicht in deutscher Sprache erhältlich.
Welche Aufgaben kommen im SHL-Test dran?
Rund ein Drittel der Fragen entfällt auf jeden Bereich. Sie kommen gemischt, nicht in Blöcken.
Numerisches Denken
Tabellen und Diagramme aus dem Geschäftsalltag: Umsätze, Kosten, Wechselkurse, Mitarbeiterzahlen. Gefragt sind Prozente, Verhältnisse, Differenzen und einfache Hochrechnungen. Ein Taschenrechner ist erlaubt.
Deduktives Denken
Du bekommst Regeln oder Fakten, etwa eine Reihenfolge von Personen oder eine Kette von Wenn-dann-Aussagen, und wählst die Aussage, die zwingend stimmen muss. Was nur möglich ist, zählt nicht.
Induktives Denken
Eine Reihe aus fünf Feldern mit Formen, Linien und Punkten. Zwei oder drei Regeln verändern sie gleichzeitig, und du wählst das nächste Feld. Das Prinzip ähnelt Matrizenaufgaben im Raven-Stil.
Persönlichkeitsfragebogen OPQ32
Gehört nicht zum Verify G+, steckt aber oft im selben Verfahren. Richtige Antworten gibt es dort nicht, also beschreib dich so, wie du im Job wirklich arbeitest.
Verify G+ oder Interactive G+: was ist der Unterschied?
SHL bietet den Fähigkeitstest in zwei Fassungen an. Welche du bekommst, erkennst du an der Einladung und am ersten Bildschirm.
| Merkmal | Verify G+ (Multiple Choice) | Interactive G+ |
|---|---|---|
| Umfang | Bis zu 30 Fragen | Bis zu 24 Fragen |
| Zeit | 36 Minuten für alle Fragen | 36 Minuten für alle Fragen |
| Antworten | Fünf Optionen pro Frage | Ziehen, Tippen und Ausfüllen statt Ankreuzen |
| Gerät | Rechner oder Tablet | Für das Smartphone gebaut |
| Bereiche | Numerisch, deduktiv, induktiv, gemischt | Numerisch, deduktiv, induktiv, gemischt |
Quelle: SHL, Produktinformationen zu Verify G+ und Interactive G+. Arbeitgeber können einzelne Bereiche weglassen oder anders gewichten.
SHL Test mit Lösungen: drei Beispielaufgaben
Beispiel 1: numerisches Denken
Aufgabe: Filiale A hat 2024 einen Umsatz von 840.000 Euro gemacht, 2025 waren es 966.000 Euro. Um wie viel Prozent ist der Umsatz gestiegen? A: 12 % B: 13 % C: 15 % D: 126 % E: 87 %
Lösung: C. Der Anstieg beträgt 966.000 minus 840.000, also 126.000 Euro. Bezogen auf den Ausgangswert sind das 126.000 geteilt durch 840.000 gleich 0,15, also 15 %. Wer durch den neuen Wert 966.000 teilt, landet bei etwa 13 % und damit bei der typischen Falle B. Die Basis ist im SHL-Test immer der frühere Wert.
Beispiel 2: deduktives Denken
Aufgabe: Fünf Kolleginnen und Kollegen parken nebeneinander auf den Plätzen 1 bis 5. Clara parkt auf Platz 5, Dana direkt neben Clara. Anna parkt links von Ben, aber nicht direkt neben ihm, und Emil parkt zwischen den beiden. Welche Aussage muss stimmen? A: Emil parkt auf Platz 1 B: Ben parkt direkt neben Dana C: Anna parkt neben Dana D: Ben parkt auf Platz 1
Lösung: B. Dana steht auf Platz 4, also bleiben 1 bis 3 für Anna, Emil und Ben. Weil Anna links von Ben steht, nicht direkt neben ihm, und Emil dazwischen, ist die Reihenfolge Anna 1, Emil 2, Ben 3. Ben steht damit zwingend neben Dana. Die anderen Aussagen widersprechen der einzigen möglichen Anordnung.
Beispiel 3: induktives Denken
Aufgabe: In fünf Feldern wandert ein schwarzer Punkt pro Feld eine Ecke im Uhrzeigersinn weiter (oben links, oben rechts, unten rechts, unten links, oben links), und die Zahl der Striche steigt von 1 auf 5. Welches Feld kommt als Nächstes? A: Punkt oben links, 5 Striche B: Punkt oben rechts, 6 Striche C: Punkt unten rechts, 6 Striche D: Punkt oben rechts, 5 Striche
Lösung: B. Der Punkt geht von oben links eine Ecke weiter nach oben rechts, die Striche steigen von 5 auf 6. D folgt nur der Punkt-Regel, C nur der Strich-Regel. Genau so sind die falschen Antworten im Verify G+ gebaut: Jede verletzt eine einzige Regel.
Welcher Prozentrang reicht, und was sind Sten-Werte?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Bei begehrten Trainee-Programmen, Banken und Beratungen liegt die Schwelle häufig etwa zwischen dem 50. und 70. Prozentrang, bei sehr selektiven Arbeitgebern darüber. Manche Berichte zeigen statt des Prozentrangs einen Sten-Wert von 1 bis 10. Sten 5 und 6 bilden die Mitte, ab Sten 7 liegst du ungefähr im oberen Drittel deiner Vergleichsgruppe.
Der Persönlichkeitsfragebogen OPQ32 hat dagegen kein Zeitlimit und kein Ergebnis zum Bestehen. Er liefert ein Profil deines Arbeitsstils, das der Arbeitgeber mit dem Anforderungsprofil der Stelle vergleicht. Antworte dort ehrlich und gleichbleibend, denn widersprüchliche Antworten fallen im Bericht auf.
Deine Vorbereitung komplett machen
Wie wird der SHL-Test ausgewertet?
Der Arbeitgeber bekommt einen Gesamtwert als Prozentrang und dazu je einen Prozentrang für numerisches, deduktives und induktives Denken. Verglichen wirst du mit einer Gruppe, die das Unternehmen auswählt, zum Beispiel Hochschulabsolventen, Führungskräfte oder die allgemeine Bevölkerung.
Weil der Test adaptiv ist, zählt nicht nur die Zahl der richtigen Antworten, sondern auch, wie schwer die Fragen waren. Eine feste Punktzahl zum Bestehen gibt es nicht: Jedes Unternehmen legt selbst fest, welchen Prozentrang es für eine Stelle erwartet, und manche gewichten einen Bereich stärker als die anderen.
Welche Arbeitgeber nutzen den SHL?
SHL-Tests begegnen dir vor allem bei internationalen Konzernen, Banken, Beratungen und in Trainee-Programmen, in Deutschland genauso wie in Österreich und der Schweiz. Oft ist der Test die erste Hürde nach der Online-Bewerbung, noch vor dem ersten Gespräch.
Wie bereitest du dich auf den SHL-Test vor?
Mach einen vollständigen Probetest
Starte mit unserem kostenlosen Test im Verify-G+-Format: 30 Fragen in 36 Minuten. Danach weißt du, welcher Bereich dich am meisten Punkte kostet.
Üb den schwächsten Bereich gezielt
Bei Zahlen: Prozente, Prozentpunkte und Verhältnisse aus Tabellen. Bei Logik: Reihenfolgen und Wenn-dann-Ketten. Bei Figuren: Regeln wie Drehung, Anzahl und Farbwechsel getrennt erkennen.
Arbeite unter Zeitdruck
Gut 70 Sekunden pro Frage sind wenig. Üb immer mit Uhr, sonst trainierst du ein Tempo, das du im Test nicht hast.
Entscheide dich schnell
Zurückblättern geht im Verify G+ nicht. Nach zwei Minuten an einer Frage wählst du deine beste Antwort und gehst weiter.
Lies das Englisch mit
Bekommst du den Test auf Englisch, üb auch auf Englisch. Begriffe wie „percentage point“, „must be true“ oder „next in the series“ solltest du sofort verstehen.
Plane zwei Wochen ein
Woche eins: Probetest und die schwachen Bereiche. Woche zwei: zwei bis drei weitere vollständige Tests und am Tag vorher nur noch eine kurze Wiederholung.
Welche Fehler kosten im SHL-Test die meisten Punkte?
Prozente und Prozentpunkte verwechseln
Steigt eine Quote von 10 auf 15 Prozent, sind das 5 Prozentpunkte, aber 50 Prozent Wachstum. SHL-Aufgaben prüfen genau diesen Unterschied.
„Möglich“ mit „zwingend“ verwechseln
Bei deduktiven Aufgaben ist nur die Aussage richtig, die in jeder denkbaren Anordnung stimmt. Eine Aussage, die nur manchmal stimmt, ist die typische Falle.
Nur eine Regel prüfen
Bei Figurenreihen wirken oft drei Regeln gleichzeitig. Jede falsche Antwort verletzt meist genau eine davon. Prüf jede Regel einzeln, bevor du antwortest.
Zu lange an einer Frage bleiben
Fünf Minuten an einer einzigen Frage fehlen dir am Ende für drei oder vier andere. Halte lieber ein gleichmäßiges Tempo.
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Häufige Fragen zum SHL
Ein Ergebnis zeigt, wie es lief. Der Coach zeigt dir, was du als Nächstes üben solltest.
Nach jedem Test bekommst du einen kurzen Plan aus deinen eigenen Antworten und Sekunden: welche Bereiche dich Punkte kosten, welche deine Zeit fressen, und die Übung, die jeden davon behebt.
Mathe: 11 von 12 richtig, mit 31 s pro Frage
Übe Mathe mit einer 20-s-Uhr. Das spart pro Test etwa 2 Minuten für die Bereiche, in denen du mehr Fehler machst.
Wer dieselben Fragen richtig hatte, brauchte 20 s.
Beispieldaten
- Jeder Bereich nach Genauigkeit und Tempo eingeordnet, mit einer Lösung für jeden
- Die Fragen, die deine Zeit gefressen haben, und die Zeitmarken für den nächsten Test
- Wo dich Eile Punkte kostet, und wann du raten und weitermachen solltest
- Eine Einschätzung, die mit jedem Test genauer wird
Dein Tempo-Bericht ist bei deinem ersten Test kostenlos.